Jun 18, 2019 Last Updated 9:40 AM, Jun 12, 2019

Kongressprogramm erschienen

Brücken bauen - Grenzen überwinden. Innovationen in der ambulanten und st...

DruckenE-Mail Adresse

Akzeptanz technischer Assistenzsysteme aus Sicht der professionell Pflegenden

Beginn:
5. Sep 2019, 17:30
Ende:
5. Sep 2019, 19:00
Kurs-Nr.:
889
Preis:
Kostenfrei
Ort:
Foyer/Halle
Plätze:
30
Trainer:

Beschreibung

Akzeptanz technischer Assistenzsysteme aus Sicht der professionell Pflegenden


Einreichung Bachelorarbeit: „Akzeptanz technischer Assistenzsysteme in der Pflege aus Sicht der professionell Pflegenden“ Hintergrund und Fragestellung Der Einsatz von Technik im Gesundheitswesen ist noch wenig ausgeprägt und wird von vielen Leistungsanbietern und Leistungsnachfragern kritisch betrachtet. Dennoch ist die Nutzerakzeptanz neben rechtlichen, politischen, finanziellen und ethischen Aspekten ein wichtiger Einflussfaktor auf die Implementierung von Innovationen. In diesem Zusammenhang lautet die Forschungsfrage, mit welchen theoretischen Modellen und Erhebungsmethoden Akzeptanzstudien zu technischen Assistenzsystemen (TAS) aus Sicht der professionell Pflegenden durchgeführt wurden und welche Erkenntnisse abgeleitet werden können. Ziel der Bachelorarbeit war es, Studien zu identifizieren und sie hinsichtlich ihrer Methodik, der verwendeten Akzeptanzbegriffe, Akzeptanzmodelle sowie der Studienergebnisse zu vergleichen. Methodik Eine systematische Datenbankanalyse wurde in den Datenbanken: Pubmed, Web of Science und Cinahl durchgeführt. Ergebnisse 7 Studien wurden eingeschlossen. Die Autoren verstanden jeweils den Einstellungsaspekt mit unterschiedlichen Bezugspunkten als ausschlaggebend für die Akzeptanz. Hinsichtlich der Theorien und Modelle zur Entstehung wurde sich auf den diffusionstheoretischen Ansatz und Konzepte, wie die Theorie of Planned Behaviour, das Technology Acceptance Model und das USUS-Modell bezogen. Die eingeschlossenen Studien ermittelten die Akzeptanz der Nutzergruppen der Mitarbeiter und teilweise die der Gepflegten, Patienten und deren Angehörige sowohl rein theoretisch, als auch im Rahmen von Testphasen der TAS in den jeweiligen Einrichtungen. Mittels Mono-Method- und Mixed-Method-Designs wurde anhand von Beobachtungen, mündlichen und schriftlichen Befragungen, die Akzeptanz der Nutzergruppen erhoben. Die Auswertungen der Studien zeigten, in Übereinstimmung mit der Literatur, ein ambivalentes Ergebnis. So empfanden die Pflegekräfte einige Funktionen der TAS als sehr nützlich und standen den Testphasen meist offen gegenüber. Andererseits wurden Bedenken hinsichtlich des Eingreifens der TAS in direkte Pflegehandlungen geäußert sowie der nicht erkennbare Mehrwert, die Funktionalität und die Bedienbarkeit kritisiert. Ersichtlich wird, dass die Funktionen der entwickelten TAS teilweise stärker mit den Bedürfnissen und Zielen der Nutzergruppen in den jeweiligen Pflegekontexten in Einklang gebracht werden müssen. Ebenfalls wird die Importanz deutlich, das Pflegepersonal zu sensibilisieren, zu schulen und intensiv an die Verwendung neuer Technologien in der Pflege heranzuführen.

Literatur

Arnold, C., Klee, C. Akzeptanz von Produktinnovationen. Eine Einführung. Wiesbaden, 2016. Haubner, D., Nöst, S.: Pflegekräfte – die Leerstelle bei der Nutzerintegration von Assistenztechnologien. In: Technologiegestützte Dienstleistungsinnovation in der Gesundheitswirtschaft. Hrsg. K. A. Shire, J. M. Leimeister. Wiesbaden, 2012, S. 3-30. Hielscher, V. Technikeinsatz und Arbeit in der Altenpflege. Ergebnisse einer internationalen Literaturrecherche. Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft. Saarbrücken 2014

Im Artikelarchiv von hpsmedia nach Julia Maria Ott suchen

Kategorie

Tags

Akkreditierungen


Für diesen Kongress werden im Rahmen der freiwilligen Registrierung 10 Fortbildungspunkte verliehen.
Kursnummer: 20190314190001

 

logo akk

Für diesen Kongress werden von der Ärztekammer Schleswig-Holstein 9 Fortbildungspunkte der Kategorie B verliehen.
Anerkennungsnummer 201901450