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Die Belastungen pflegender Angehöriger: Entwicklung eines Instrumentes zur Belastungseinschätzung pflegender Angehöriger von Demenzerkrankten

Beginn:
5. Sep 2019, 15:30
Ende:
5. Sep 2019, 17:00
Kurs-Nr.:
868
Preis:
Kostenfrei
Ort:
Foyer/Halle
Plätze:
30
Trainer:

Beschreibung

Die Belastungen pflegender Angehöriger: Entwicklung eines Instrumentes zur Belastungseinschätzung pflegender Angehöriger von Demenzerkrankten


Hintergrund: Die steigenden Zahlen von Demenzerkrankten stellt die Versorgung im ambulanten Setting vor neue Herausforderungen. Pflegende Angehörige von Demenzerkrankten sind in der häuslichen familiären Pflege mit einer Vielzahl von herausfordernden subjektiv belastenden Situationen konfrontiert. Zur Ermittlung des Belastungsempfindens wird in der Literatur eine Vielzahl verschiedener Einschätzungsinstrumente beschrieben. Eine direkte Ableitung von notwendigen Interventionen ist hierbei nicht vorgesehen. Ein stärkerer Fokus auf die konsequente Erhebung der Belastung von pflegenden Angehörigen kann die Versorgung im häuslichen Umfeld langfristig sichern. Ziele: Ziel ist die Entwicklung eines Selbstauskunftsbogens für pflegende Angehörige von Menschen mit einer demenziellen Erkrankung im Rahmen eines stationären Aufenthaltes. Im Rahmen der Ermittlung von Belastungsdimensionen zur Identifikation von belastungsinduzierten Versorgungs-bereichen kann durch die Auswertung des Tests eine individuelle Ableitung von notwendigen Interventionen durch das interdisziplinäre Team erfolgen. Ein stärkerer Fokus auf den Beziehungsaufbau und der Zusammenarbeit zwischen professionell Pflegenden und Angehörigen zur Qualitätssteigerung der Versorgungsleistung wird eingeleitet. Methode: Eine systematische Literaturrecherche über Einschätzungsinstrumente für Belastungen bei Demenz sowie zu der Personengruppe der pflegenden Angehörigen sowie der Belastungsdimensionen ist Basis für die Instrumentenentwicklung. Auf Basis der gewonnen Datenlage wurde anschließend der Selbstauskunftsbogens für pflegende Angehörige durch den Prozess der Operationalisierung zur Konstruktion der Items unter Einschluss der Häuslichen Pflege Skala (HPS) entworfen. Ein Pretest auf einer akutstationären kognitiven Geriatrie wurde zur Überprüfung der Praktikabilität, Zumutbarkeit und Anwendbarkeit anschließend durchgeführt. Ergebnisse: Die Verwendung von vorhandenen Erhebungsinstrumenten im akutstationären Setting ist auf Grund des fehlenden direkten Praxisbezugs nicht indiziert. Der entwickelte Selbstauskunftsbogen besteht neben einer Erhebung der soziodemografischen Daten aus dem HPS-k sowie weiteren zwölf Aussagen zu den vier ermittelten Belastungsdimensionen. Im Rahmen des Pretest ergaben sich Schwierigkeiten im Rahmen der organisatorischen und strukturellen Umsetzung im akutstationären Setting. Das beigefügte Testmanual beinhaltet neben Testinstruktionen Hinweise zur Auswertung der erhobenen Daten. Die fallverantwortliche Pflegekraft kann im Auswertungsschritt je nach Summenscore in den einzelnen Belastungsdimensionen individuelle Interventionen und Entlastungsleistungen ableiten. Diskussion: Es zeigt sich, dass der Selbstauskunftsbogen für pflegende Angehörige mit einer individuellen Ableitung von Interventionen im akutstationären Setting anwendbar ist. Allerdings sind inhaltliche und organisatorische Grenzen der Erfassung von Belastungen durch den Selbstauskunftsbogen zu beachten.

Literatur

Huis in het Veld, J.; Verkaik, R.; van Meijel, B.; Verkade, P.; Werkman, W.; Hertogh, C.; Francke, A. (2016): Self-management by family caregivers to manage changes in the behavior and mood of their relative with dementia: an online focus group study. In: BMC Geriatrics 16:95 Mosquera, I.; Vergaza, I.; Larranaga, I.; Machón, M.; del Rio, M.; Calderón, C. (2016): Measuring the impact of informal elderly caregiving: a systematic review of tools. In: Quality Life Research 25:1059-1092 Chung-Ying, L.; Jung-Der, W.; Ming-Chyi, P.; Li-Jung, E. (2017): Measuring burden in dementia caregivers: Confirmatory factor analysis for short forms of the Zarit Burden Interview. In: Archives of Gerontology and Geriatrics Vol. 68 S8-13

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