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Digitalisierung als Herausforderung und Chance für die Pflege: Evaluation eines innovativen online-gestützten Weiterbildungsangebots

Beginn:
5. Sep 2019, 13:00
Ende:
5. Sep 2019, 14:30
Kurs-Nr.:
876
Preis:
Kostenfrei
Ort:
HS 1
Plätze:
30
Trainer:

Beschreibung

Digitalisierung als Herausforderung und Chance für die Pflege: Evaluation eines innovativen online-gestützten Weiterbildungsangebots


Die Digitalisierung der Pflege ist nicht aufzuhalten. Professionell Pflegende werden vermehrt mit modernen IT-Werkzeugen wie elektronischen Patientenakten oder assistierenden Technologien umgehen müssen. Aktuelle Empfehlungen der einschlägigen Fachverbände betonen die Notwendigkeit, Pflegende entsprechende Kompetenzen in Pflegeinformatik zu vermitteln. Online-gestützte Fort- und Weiterbildungsformate erscheinen hier besonders interessant, da sie ein gemeinsames Lernen auch ohne Abwesenheiten vom Arbeitsplatz und ohne Reiseaufwände ermöglichen. Doch wie erfolgreich sind diese online-gestützten Formate in der Vermittlung entsprechender Kompetenzen? Die Tiroler Landesuniversität UMIT bietet seit 2017 einen online-gestützten Master- Universitätslehrgang „Health Information Management“ an, welcher ohne verpflichtende Präsenzzeiten durchgeführt wird. In diesem Universitätslehrgang können Pflegepersonen gemeinsam mit Ärzten, Gesundheitsinformatikern und anderen Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen Kompetenzen in Medizinischer Informatik und Pflegeinformatik erwerben. Der Universitätslehrgang basiert auf einem kooperativen, asynchronen Instruktionsdesign. Als theoretische Basis fungiert die Community of Inquiry, ein Rahmenwerk zum erfolgreichen Lernen in online-gestützten Settings. Derzeit studieren 40 Studierende in drei Gruppen im Universitätslehrgang. Im Rahmen einer begleitenden Evaluationsforschung wurden unter anderem folgenden Fragen untersucht: Wie hoch ist der studentische Workload im Universitätslehrgang? Wie verteilen sich die individuellen Lernzeiten? Gelingt es, in den Modulen ein hohes Maß an sozialer Präsenz, kognitiver Präsenz und Lehrenden-Präsenz zu erreicht, wie von der Community of Inquiry gefordert? Welche Stärken, aber auch welche Herausforderungen zeigen sich im online-gestützten Lernen für Studierende und für Lehrende? Welche Faktoren bezüglich studentischen Engagements und studentischen Lernstils korrelieren mit dem Lernerfolg? Um diese Fragen zu beantworten, wurden unter anderem standardisierte Befragungen, qualitative Auswertung von Evaluationsergebnissen, eine Workload-Erhebung sowie Regressionsanalysen durchgeführt. Im Rahmen des Beitrags werden wir erste Ergebnisse zu diesen Fragen darstellen. Es zeigt sich, dass die Workload als auch die Lernzeiten individuell sehr unterschiedlich sind, die Studierenden insgesamt aber sehr regelmäßig aktiv sind. In allen Modulen konnte ein hohes Maß an sozialer Präsenz, kognitiver Präsenz und Lehrenden- Präsenz erreicht werden. Als Stärken des online-basierten Lernens zeigen sich die Unabhängigkeit von Zeit und Ort. Als Herausforderungen für Studierende zeigen sich neben der Vereinbarkeit mit Familie und Beruf die hohe Intensität der Interaktion mit Mitstudierenden, die regelmäßige Anwesenheit im Kursraum erfordern. Als Herausforderungen für die Lehrenden zeigt sich insbesondere die Balance zwischen Instruktion, Coaching und Feedback.

Literatur

D.R. Garrison, Online community of inquiry review: Social, cognitive, and teaching presence issues, J. Asynchronous Learn. Networks. 11 (2007) 61–72. Ammenwerth E, Hackl W, Felderer M, Sauerwein C, Hörbst A. Building a Community of Inquiry within an Online-based Health Informatics Program: Instructional Design and Lessons Learned. Stud Health Technol Inform 253; pp. 196 - 200.

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Für diesen Kongress werden im Rahmen der freiwilligen Registrierung 10 Fortbildungspunkte verliehen.
Kursnummer: 20190314190001

 

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Für diesen Kongress werden von der Ärztekammer Schleswig-Holstein 9 Fortbildungspunkte der Kategorie B verliehen.
Anerkennungsnummer 201901450