Aug 24, 2019 Last Updated 10:58 AM, Aug 12, 2019

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Erweiterung des Kompetenzprofils der sozialen Betreuung von Menschen mit Demenz durch technikgestützte Erinnerungspflege

Beginn:
5. Sep 2019, 17:30
Ende:
5. Sep 2019, 19:00
Kurs-Nr.:
893
Preis:
Kostenfrei
Ort:
HS 2
Plätze:
30
Trainer:

Beschreibung

Erweiterung des Kompetenzprofils der sozialen Betreuung von Menschen mit Demenz durch technikgestützte Erinnerungspflege


Erweiterung des Kompetenzprofils der sozialen Betreuung von Menschen mit Demenz durch technikgestützte Erinnerungspflege Motivation und Problemstellung Bedingt durch die immer älter werdende Gesellschaft und den steigenden Fachkräftemangel verschärft sich auch die Situation in der sozialen Betreuung von Menschen mit Demenz (MmD). Einen wichtigen Baustein stellt hierbei die Biografiearbeit und Erinnerungspflege dar. Um diese auch in Zukunft trotz begrenzter Ressourcen problemlos durchführen zu können müssen neue Interventionskonzepte entwickelt werden. Zur Umsetzung dieser neuen Ansätze ist jedoch eine Anpassung der Qualifikationsprofile der betroffenen Berufsgruppen notwendig. Ansatz Das Projekt RemeMTI zielt darauf ab den gesamten Prozess der Erinnerungspflege von MmD durch den Einsatz von Technik zu unterstützen. Eigens dafür wurde eine Tablet-PC-App entwickelt, welche es den Betreuungskräften ermöglicht, eine bewohnerspezifische Erinnerungspflegesitzung vorzubereiten, durchzuführen und zu evaluieren. Für eine erfolgreiche Implementierung in die Betreuungspraxis wird im Projekt zusätzlich neben einem Betreuungskonzept ein bedarfsorientiertes Schulungsformat entwickelt. Methodik Ergänzend zur literarischen Recherche pädagogischer Grundprinzipien hinsichtlich didaktischem Vorgehen und lerntheoretischer Aspekte werden umfassende empirische Analysen durchgeführt. Den Kern der Methodik bilden teilnehmende Beobachtungen sowie Gruppen- und Einzelinterviews mit den Betreuungskräften der Partner-Pflegeeinrichtungen im Zeitraum von einem Jahr. Zusätzliche Informationen – v. a. bei Abwesenheit des Forschungsteams – können durch einen von den Betreuungskräften auszufüllenden Feedback-Bogen erfasst werden. (Erwartete) Ergebnisse Erste Untersuchungen weisen darauf hin, dass eine zweistündige Schritt-für-Schritt-Einweisung mit nicht mehr als fünf Schulungsteilnehmern eine geeignete Möglichkeit darstellt, um den Betreuungskräften die Tablet-Software und das Betreuungskonzept nahezubringen. Zudem sollten die Schritte entlang eines Beispiels durch den Schulungsleiter vorgemacht werden. Besonders auffallend ist jedoch, dass der Umgang mit einem Tablet weniger Probleme bereitet als vermutet. Neu erlernte Kompetenzen sind v. a. das Zusammenstellen einer bewohnerspezifischen Erinnerungspflege-Sitzung und damit einhergehend die Einschätzung und Bewertung von multimedialen Inhaltsbausteinen. Die Anpassung des Bewohnerprofils sowie Zuordnung der Inhaltsbausteine zu Lebensthemen runden den Prozess der Erinnerungspflege-Sitzung im Rahmen der Nachbearbeitung ab. Schlussfolgerung und Ausblick Die vorliegende Untersuchung findet derzeit noch statt, weshalb zum jetzigen Zeitpunkt noch keine endgültigen Aussagen gemacht werden können. Was jedoch feststeht ist, dass mit der Einführung innovativer Betreuungsansätze wie sie z. B. im Projekt RemeMTI angedacht sind, eine Aufwertung des Qualifikationsprofils der Betreuungskräfte durch neu erworbene Kompetenzen erzielt wird.

Literatur

Steinle, Johannes; Weber, Dorothea; Klobucnik, Teresa; König, Peter; Winter, Maik (2017): AAL in der Qualifizierungspraxis von Pflege und Medizin, Assistive Systeme und Technologien zur Förderung der Teilhabe für Menschen mit Hilfebedarf, Lengerich: Pabst Verlag. Hülsken-Giesler, M. (2010): Technikkompetenzen in der Pflege – Anforderungen im Kontext der Etablierung Neuer Technologien in der Gesundheitsversorgung, In: Pflege & Gesellschaft, 15 (4). Hülsken-Giesler, M. (2011): Herausforderungen technologischer Innovationen für Qualifizierungsprozesse in der professionellen Pflege, Fachtag Mehr Lebensqualität und Autonomie für ältere Menschen durch technische Assistenzsysteme? Potentiale und Herausforderungen für Dienstleister und Mitarbeiter in der Pflege.

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