Jun 18, 2019 Last Updated 9:40 AM, Jun 12, 2019

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Brücken bauen - Grenzen überwinden. Innovationen in der ambulanten und st...

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Integrierte Bettsensorik Mobility Monitor –Technikgestützte Bewegungsprofile zur Reduzierung von Über- oder Unterversorgung

Beginn:
5. Sep 2019, 17:30
Ende:
5. Sep 2019, 19:00
Kurs-Nr.:
918
Preis:
Kostenfrei
Ort:
HS 2
Plätze:
30
Trainer:

Beschreibung

Integrierte Bettsensorik Mobility Monitor – Technikgestützte Erfassung von Bewegungsprofilen zur Reduzierung von Über- oder Unterversorgung


ENI 2019 Integrierte Bettsensorik Mobility Monitor –Technikgestützte Bewegungsprofile zur Reduzierung von Über- oder Unterversorgung Stefan Walzer, Johanna Feuchtinger, Sven Ziegler, Christophe Kunze, Peter König Problemstellung Patient*innen auf neurochirurgischen Stationen sind in der Regel aufgrund ihrer Erkrankung und der Therapie bewegungseingeschränkt. Demzufolge sind sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt Dekubitalulcera auszubilden und benötigen Unterstützung von den Pflegenden bei effizienten und zeitgerechten Positionswechseln. Eine individuelle Risikoeinschätzung ist schwierig, weshalb die gesamte Risikogruppe eine standardisierte Versorgung erhält, was zu Unter- oder Überversorgung führen kann. Ansatz Für die Studie wurde das Sensorsystem „Mobility Monitor“ der Firma compliant concept AG eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein System, das Mikro-, Meso- und Makrobewegungen von Patient*innen im Bett erfasst und sichtbar macht. Pflegende und weiteres therapeutisches Personal wird so darin unterstützt, Patient*innen zeitgerecht druckentlastend zu positionieren. Die Pflegenden erhalten über die Rufanlage ein Signal, wenn sich Patienten über einen vorab definierten Zeitraum im Bett nicht druckentlastend bewegt. Methodik Das Projekt wird im „stepped wedge Design“ mit zwei Schritten und zwei Clustern auf der neurologischen und neurochirurgischen Intensivstation (ITS) des Universitätsklinikums Freiburg durchgeführt (je eine Station pro Cluster). Bezogen auf die Patient*innen werde neben den Daten zur Eigenbewegung, Daten zum Positionierungsverhalten der Pflegenden und anderer therapeutischen Mitarbeitenden sowie die Häufigkeit druckbedingter Hautschädigungen erhoben. Darüber hinaus kommt im Rahmen der begleitenden Evaluationsforschung (formative Evaluation) zur Einführung einer neuen Technologie (hier des Mobility Monitors) den Mitarbeitenden eine wichtige Rolle zu. In diesem Rahmen werden folgende Daten erhoben: (1) Einschätzung (z.B. Akzeptanz, Adaption, Machbarkeit und Zweckmäßigkeit) der Mitarbeitenden zum Einsatz des Mobility Monitors. (2) Entlastung/Belastung der Mitarbeitenden beim Einsatz des Mobility Monitors. Ergebnisse Da die beschriebene Untersuchung derzeit noch stattfindet, können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine endgültigen Aussagen getroffen werden (Ende Sommer 2019). Die bisherigen Ergebnisse zeigen jedoch eine positive Wahrnehmung der Pflegenden (Empfehlungsrate für die Anschaffung von rund 83 Prozent (n=12)), eine durchschnittliche Immobilitätsreduktion um 35% sowie eine Reduktion der Sturz- und Dekubitushäufigkeit. Die weitere Auswertung der erhobenen Daten ist noch nicht abgeschlossen. Schlussfolgerung und Ausblick Aus der Pilotphase ergaben sich einige vielversprechende Ergebnisse. Weitere Ergebnisse können zum Kongress präsentiert werden.

Literatur

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Akkreditierungen


Für diesen Kongress werden im Rahmen der freiwilligen Registrierung 10 Fortbildungspunkte verliehen.
Kursnummer: 20190314190001

 

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Für diesen Kongress werden von der Ärztekammer Schleswig-Holstein 9 Fortbildungspunkte der Kategorie B verliehen.
Anerkennungsnummer 201901450