Jun 18, 2019 Last Updated 9:40 AM, Jun 12, 2019

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Intuitive Interaktion mit kooperativen Assistenzrobotern für das 3. und 4. Lebensalter (KoBo34): Evaluation von Bedürfnissen und Technikaffinität der Endnutzer/innen

Beginn:
5. Sep 2019, 13:00
Ende:
5. Sep 2019, 14:30
Kurs-Nr.:
912
Preis:
Kostenfrei
Ort:
Foyer/Halle
Plätze:
30
Trainer:

Beschreibung

Intuitive Interaktion mit kooperativen Assistenzrobotern für das 3. und 4. Lebensalter (KoBo34): Evaluation von Bedürfnissen und Technikaffinität der Endnutzer/innen


Hintergrund und Ziele: Robotischen Systemen wird das Potential zugesprochen, Aufgaben im Alltag älterer Menschen zu übernehmen und dadurch Pflegebedürftigkeit zu vermeiden und ein längeres autonomes Leben zu ermöglichen. Im Projekt KoBo34 wird hierfür die intuitive Interaktion mit einem humanoiden kooperativen Assistenzroboter (KoBo) entwickelt. Um eine Grundlage für die technische Entwicklung und die Planung von Nutzerstudien zu legen, müssen Bedürfnisse aus Sicht aller Anspruchsberechtigten, sowie deren Technikaffinität ermittelt werden. Methode KoBo ist als komplexe Intervention zu verstehen und wird gemäß dem Framework des UK-Medical-Research-Council (MRC) entwickelt und evaluiert. Der erste Schritt des MRC-frameworks sieht die Identifikation grundlegender Evidenz und relevanter Theorie vor. Bewohnerbezogene Bedürfnisse hinsichtlich Einschränkungen in Aktivitäten und sozialer Teilhabe und potentieller Unterstützung durch Technik wurden mittels leitfadengestützter Einzel- und Gruppeninterviews mit Pflegeheimbewohnern/-innen und deren Angehörigen, Beschäftigten in Pflegeheimen, sowie Teilnehmern/-innen eines Seniorentreffs durchgeführt. Technikaffinität der Studienteilnehmer/innen wurde anhand des TA-EG-Fragebogens erhoben. Datenanalyse der wortwörtlich transkribierten Interviews erfolgte mittels inhaltlich strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse basierend auf der Internationalen Klassifikation von Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit. Die standardisierten Fragebögen wurden mit deskriptiver Statistik ausgewertet. Ergebnisse/ Diskussion Studienteilnehmer/-innen wurden in zwei kooperierenden Pflegeheimen und einem Seniorenzentrum in Oberbayern rekrutiert. Insgesamt wurden 13 leitfadengestützte Einzel- und 8 Gruppeninterviews mit Bewohnern/-innen (n=25; 56,0% Frauen; Altersmittelwert 84,3 Jahre; SD 13,0), Angehörigen (n=13; 61,5% Frauen; Altersmittelwert 65,1 J.; SD 12,7) und Beschäftigten im Pflegeheim (n=14; 71,4% Frauen; Altersmittelwert 48,5 J.; SD 9,4) durchführt. Ergänzend wurden zwei weitere Gruppeninterviews im Seniorenzentrum mit insgesamt 19 Senioren/-innen (57,9% Frauen; Altersmittelwert 76,2 J.; SD 9,0) geführt. Als besonders relevant wurden Unterstützungsbedarfe in den Bereichen Mobilität, Selbstversorgung (Gesundheitserhaltung/ -förderung, Nahrungsaufnahme, Körperhygiene) und häusliches Leben identifiziert. Steigerung der Mobilität, Unterstützung bei der Gesundheitserhaltung/ –förderung und Entlastung bei Aufgaben des häuslichen Lebens durch Technik sind für die Studienteilnehmer/-innen denkbar. Einsatz von Technik bei der Körperpflege wirft bei der Studienpopulation erhebliche Bedenken auf. Da in allen Subskalen der Technikaffinität die Hälfte der Probanden oberhalb der Skalenmitte liegen, kann von einer leicht überdurchschnittlich technikaffinen Stichprobe ausgegangen werden. Die Untersuchungsergebnisse stellen die Grundlage für die multiprofessionelle Entwicklung von Szenarien für die technische Weiterentwicklung dar. Gleichzeitig dienen sie als Informationsquelle zur Entwicklung von Evaluations- und Implementierungskonzepten.

Literatur

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Akkreditierungen


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Kursnummer: 20190314190001

 

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Anerkennungsnummer 201901450