Sep 22, 2019 Last Updated 10:58 AM, Aug 12, 2019

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IT-unterstützte Kommunikation der Gesundheitsfachpersonen am Beispiel von AIDA Care

Beginn:
5. Sep 2019
Ende:
5. Sep 2019
Kurs-Nr.:
895
Preis:
Kostenfrei
Ort:
HS 3
Plätze:
30
Trainer:

Beschreibung

IT-unterstützte Kommunikation der Gesundheitsfachpersonen am Beispiel von AIDA Care


Hintergrund: Das Pilotprojekt «Aufsuchende Individuelle Demenz-Abklärung und Beratung» (AIDA Care) ist ein niederschwelliges, zugehendes Abklärungs- und Beratungsangebot im Kanton Zürich. Ziel ist es, frühzeitige diagnostische Abklärungen und Beratungen von Betroffenen und ihren Angehörigen durch ein interprofessionelles Team von Gesundheitsfachpersonen inklusive Ärzten durch fallbasierte Kleingruppenarbeit zu gewährleisten. In der Demenzversorgung durch Grundversorger gibt es unterschiedliche Probleme. Aufgrund der räumlich fragmentierten Versorgung ist die Kommunikation eine Herausforderung zwischen den Gesundheitsfachpersonen. Auch sind diese räumlich getrennt. Zudem erhalten die Gesundheitsfachpersonen Informationen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Ausserdem ist offen, wer den Prozess steuert. Das Projekt AIDA Care will diese Fragmentierungen überwinden. Digitaler Support kann für den späteren Regelbetrieb IT-Lösungsmöglichkeiten bieten, welche die Koordination und Zusammenarbeit insbesondere von fallbasierten Kleingruppen unterstützt. Deshalb wurde untersucht, welche Möglichkeiten bestehen, die fragmentierte Kommunikation mit Hilfe von digitalen Lösungsmöglichkeiten zu verbessern. Methode: Qualitative Sekundäranalyse der multizentrischen, deskriptiven Begleitforschung. In der Pilotphase von 2016 - 2017 fanden insgesamt 5 Fokusgruppeninterviews mit insgesamt 16 Gesundheitsfachpersonen inklusive Ärzten statt. Die Datenauswertung basierte auf der Inhaltsanalyse nach Mayring und Design Science Forschungsmethode. Ausgehend von den Aussagen in den Interviews wurden erste Anforderungen für eine innovative IT-Lösung anhand eines Storyboards und anschliessendem, papierbasierten Prototypen visualisiert. Resultate: Die zunehmenden Anforderungen an die Dokumentation, die Hürden im Austausch der Beratungsteams über drei verschiedene Standorte und unterschiedliche strukturelle Rahmenbedingungen wurden als Einflussfaktoren auf die Kommunikationsqualität unter den Gesundheitsfachpersonen benannt. Daraus wurden Anforderungen für eine IT-Lösung generiert. Die Bereitstellung von Mechanismen für die gemeinsame Nutzung und Teilung von Informationen ohne unnötige Unterbrechungen und unterstützende Informationskanäle wurden anhand eines Storyboards und eines anschliessend entwickelten, papierbasierten Prototypen visuell präsentiert und diskutiert. Konklusion: Für AIDA Care empfiehlt sich ein benutzerorientiertes Design, dass eine fallführende Beratung durch passende Informationsteilung, ausreichende Prozesstransparenz und angemessene Automatisierung der administrativen Tätigkeiten unterstützt. Der Einsatz von digitalen Methoden und Instrumenten kann im Gesundheitswesen ein unterstützendes Element zur Verbesserung der interprofessionellen Zusammenarbeit sein.

Literatur

Koppitz, A., Zigan, N., Blanc, G., Grosse, U., & Volken, T.(2018, Juli). Evaluation der Praktikabilität des Programms «AIDA-Care». Beitrag präsentiert am 5. Zürcher Demenzforum der Gesundheitsdirektion Kanton Zürich, Zürich, Schweiz. Peffers, K., Tuunanen, T.,Rothenberger, M. A., & Chatterjee, S. (2008). A Design Science Research Methodology for Information Systems Research. Journal of Management Information Systems, 24, 45–77. Ugolini, B. (2015). Konzept AIDA-Care. Aufsuchende Abklärung und Beratung sozialisolierter Menschen mit Demenz. Zürich: Zentrum für Gerontologie.

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Kursnummer: 20190314190001

 

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Anerkennungsnummer 201901450