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Neue Technologien in der Pflege – Ausdifferenzierung von Technikkompetenzen mit Blick auf unterschiedliche Qualifikationsniveaus

Beginn:
5. Sep 2019
Ende:
5. Sep 2019
Kurs-Nr.:
904
Preis:
Kostenfrei
Ort:
HS 1
Plätze:
30
Trainer:

Beschreibung

Neue Technologien in der Pflege – Ausdifferenzierung von Technikkompetenzen mit Blick auf unterschiedliche Qualifikationsniveaus


Neue Technologien durchdringen bereits heute nahezu alle Arbeitsfelder professioneller Pflegearbeit. Eine systematische Anbahnung von Technikkompetenzen im Rahmen der verschiedenen pflegerischen Qualifikationsmöglichkeiten findet derzeit in Deutschland noch nicht statt (Hübner et al. 2017). Ausgehend von eigenen empirischen Erhebungen zur Technikbereitschaft bei professionell Pflegenden in der ambulanten und langzeitstationären Versorgung, aus denen hervorgeht, dass Beschäftigte in der Pflegebranche im Vergleich zu anderen Gruppen eine niedrigere Technikbereitschaft aufweisen scheint es notwendig, die systematische Anbahnung von Technikkompetenzen mit Blick auf unterschiedliche Qualifikationsniveaus konzeptionell neu zu denken. Der Beitrag greift diese Lücke auf, um ausgehend von einem integrativen Review (Whittemore/ Knafl 2005) zu Technikkompetenzen für unterschiedliche Qualifikationsniveaus in der Pflege, einen Vorschlag zur konkreten Umsetzung zu unterbreiten. Für das Review wurde eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken Pubmed, Cinahl, Livivo und ScienceDirect durchgeführt. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Ausbildung von Technikkompetenzen nicht nur mit Blick auf kulturelle Unterschiede zum Kompetenzverständnis divergiert, sondern auch abhängig ist vom Professionsverständnis. Der vorliegende Beitrag greift die Besonderheiten pflegerischen Handelns auf, die bei der Vermittlung von Technikkompetenzen zu berücksichtigen sind. Pflege wird demnach verstanden als Interaktionsarbeit, die Aspekte der Gefühlsarbeit (Umgang mit den Gefühlen an-derer, z. B. der Pflegeempfänger), der Emotionsarbeit (Umgang mit den Emotionen als Pflegende) und der Kooperationsarbeit (Herstellung von Kooperationsbeziehungen) umfasst. Sie ist einerseits wissensbasiert und andererseits körpernah immer in enger Abstimmung mit den Besonderheiten des Einzelfalls zu erbringen und daher nur begrenzt standardisierbar (Hülsken-Giesler/Daxberger 2018). Pflegerisches Handeln umfasst in diesem Sinne instrumentell-aufgabenbezogene und empfindungsbezogene Aspekte.

Literatur

Hübner, Ursula; Egbert, Nicole; Hackl, Werner; Lysser, Martin; Schulte, Georg; Thye, Johannes; Ammenwerth, Elske (2017): Welche Kernkompetenzen in Pflegeinformatik benötigen Angehörige von Pflegeberufen in den D-A-CH-Ländern? Eine Empfehlung der GMDS, der ÖGPI und der IGPI. In: GMS Medizinische In-formatik, Biometrie und Epidemiologie 13 (1), S. 1–9. Online verfügbar unter www.egms.de/static/pdf/journals/mibe/2017-13/mibe000169.pdf, zuletzt geprüft am 25.06.2018. Hülsken-Giesler, M., Daxberger, S. Robotik in der Pflege aus pflegewissenschaftlicher Perspektive. In: Bendel, O. (Hrsg.): Pflegeroboter. Wiesbaden: Springer, 2018, 125-139. Whittemore, R., & Knafl, K. (2005). The integrative review: updated methodology. Journal of Advanced Nursing, 52(5), 546–553. Retrieved from DOI: 10.1111/j.1365-2648.2005.03621.x.

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