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NutzerInnenpartizipation und wissenschaftliche Evidenz bei der Entwicklung einer sektorenübergreifenden mHealth-Begleitung rund um eine Knie- oder Hüfttotalendoprothese

Beginn:
5. Sep 2019, 15:30
Ende:
5. Sep 2019, 17:00
Kurs-Nr.:
892
Preis:
Kostenfrei
Ort:
HS 2
Plätze:
30
Trainer:

Beschreibung

NutzerInnenpartizipation und wissenschaftliche Evidenz bei der Entwicklung einer sektorenübergreifenden mHealth-Begleitung rund um eine Knie- oder Hüfttotalendoprothese


Hintergrund Arthrose, eine der häufigsten Gelenkerkrankungen weltweit, führt häufig zum operativen Ersatz des betroffenen Gelenks. Für die meisten Betroffenen besteht damit ein erheblicher Informations- und Selbstmanagementbedarf rund um das Ereignis der Operation, die nachfolgende Rehabilitation sowie das Alltagsleben mit den Einschränkungen im bis zu dreimonatigen Genesungsprozess. RECOVER-E ist eine Smartphone App, die nach wissenschaftlichen Kriterien wichtige Informationen zielgruppengerecht bereitstellt, bei der Vor- und Nachbereitung der Operation begleitet sowie zur kontinuierlich zu leistenden Bewältigungsarbeit motiviert. Dabei werden multimediale Angebote, Gamification, motivierende Benachrichtigungen sowie Lesematerial in der App kombiniert. Die App wird im Forschungsprojekt pabee entwickelt und evaluiert. Problemstellung mHealth-Angebote sollten orientiert an verschiedene Guidelines und Kriterienkataloge aus Usability- und Ergonomie-Gesichtspunkten sowie basierend auf wissenschaftlicher Evidenz entwickelt werden. Evidenz-basierte Inhalte auf die versorgungsrelevanten Fragestellungen zu finden und diese in Form einer App nutzbar und individualisierbar zu machen, stellen hier eine Herausforderung dar. Methode In der Entwicklung von RECOVER-E wurde daher dem Human-centered Design gefolgt, das die Partizipation von NutzerInnen, deren systemisch zu betrachtende Umgebung (informell, formell und professionell) sowie den Anwendungskontext der App als festen Prozess in der Entwicklung des Produktes vorsieht (DIN EN ISO 13407). Die Prozessschritte des Human-centered Designs werden in einem dynamischen dynamischen Prozess in vier Phasen umgesetzt: In der ersten Phase werden fach- und sachkundige Personen zu ihren Einschätzungen über Bedürfnissen der Zielgruppe befragt und daraus Funktionen für die App abgeleitet. In der zweiten Phase werden evidenzbasierte Inhalte synthetisiert und zu einer ersten begrenzt funktionsfähigen Version entwickelt. Am Ende dieser Phase wird RECOVER-E mit Hilfe teilnehmender Beobachtungen und Befragungen evaluiert und nach Kriterien der evaluierenden Inhaltsanalyse ausgewertet. Ergebnisse Im Vortrag werden Ergebnisse aus den ersten beiden Entwicklungsphasen von RECOVER-E vorgestellt, die erst im weiteren Verlauf des Jahres 2019 ausgewertet und aufbereitet werden. Diskussion Die Anwendung des Human-centered Designs ist für die Entwicklung eines mHealth-Angebotes hilfreich und fördert die Qualität eines Produktes2. Zugleich sind Apps, die den Anforderungen von NutzerInnen vor, während und nach einer Knie- oder Hüftendoprothesenoperation umfänglich gerecht werden, als komplexe Interventionen zu betrachten. Beides in einen umsetzbaren Prozess zu integrieren, erfordert einen hohen Ressourceneinsatz und multiprofessionelle Teams.

Literatur

1 Grundy, Q. H., Wang, Z., & Bero, L. A. (2016). Challenges in Assessing Mobile Health App Quality: A Systematic Review of Prevalent and Innovative Methods. American Journal of Preventive Medicine, 51(6), 1051–1059. https://doi.org/10.1016/j.amepre.2016.07.009 2 Schnall, R., Rojas, M., Bakken, S., Brown, W., Carballo-Dieguez, A., Carry, M., … Travers, J. (2016). A user-centered model for designing consumer mobile health (mHealth) applications (apps). Journal of Biomedical Informatics, 60, 243–251. https://doi.org/10.1016/j.jbi.2016.02.002

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