Jun 18, 2019 Last Updated 9:40 AM, Jun 12, 2019

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Brücken bauen - Grenzen überwinden. Innovationen in der ambulanten und st...

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Wundversorgung im ambienten Raum

Beginn:
6. Sep 2019, 13:00
Ende:
6. Sep 2019, 14:30
Kurs-Nr.:
890
Preis:
Kostenfrei
Ort:
HS 1
Plätze:
30
Trainer:

Beschreibung

Wundversorgung im ambienten Raum


Ambient Care – Wundversorgung im ambienten Raum In Deutschland haben ca. 800.000 Menschen eine chronische Wunde (Köster et al, 2016; Heyer et al. 2016). Prävalenz und Inzidenz steigen nach dem 70. Lebensjahr stark an (Köster et al., 2016). Eine standardisierte, sach- und fachgerechte Dokumentation der pflegerischen und medizinischen Versorgung chronischer Wunden gilt als unerlässlicher Bestandteil der umfassenden Behandlung betroffener Menschen, um Verbesserungen oder Verschlechterungen erfassen und die Wirksamkeit der Wundtherapie beurteilen zu können (Gottrup et al, 2010; Haesler, 2014). Wundassessment und -dokumentation sollten regelmäßig, mindestens wöchentlich bzw. nach jedem Verbandwechsel erfolgen (Tannen 2018; DNQP, 2015). Die korrekte, vollständige Dokumentation der pflegerischen Versorgung hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Insbesondere die Dokumentation der Versorgung komplexer Wunden ist häufig ungenau und unvollständig, was die Kontinuität und Qualität der pflegerischen Versorgung gefährden kann (Kinnunen et al. 2012; Gunningberg et al. 2009). Mangelnde Dokumentation und Informationsweitergabe ist mit einer erhöhten subjektiven Belastung der Pflegenden verbunden (Blair 2012; Meissner & Schnepp, 2014) und erhöht das Risiko von Pflegefehlern (Smeulers et al. 2014). Computergestützte Pflegedokumentation kann die Qualität der Dokumentation verbessern (Tubaishat et al. 2015; Gunningberg et al. 2009). Das Projekt Ambient Care zielt darauf ab, die Dokumentation patientenrelevanter Informationen im Rahmen der Wundversorgung mit Hilfe ambienter Technologien in den pflegerischen Prozess zu integrieren und Pflegefachpersonen durch einen technischen Assistenten bei der Versorgung zu unterstützen (Wandke 2005). Der Prozess der Wundversorgung wurde dazu leitliniengestützt in einem Flussdiagramm abgebildet, von Wundexpertinnen und -experten sowie anderen Pflegefachpersonen überprüft und entsprechend angepasst. In einem zweiten Schritt wurden Situationen identifiziert, die durch digitale Technik unterstützt werden können. Mittels Business Process Model and Notation (BPMN) wurde der Prozess erneut modelliert und um mögliche technische Unterstützung ergänzt. Die Modellierung mit BPMN schafft die Grundlage für die weitere Entwicklung eines ambienten (Assistenz-)Systems in einem Wundbehandlungsraum. In einem dafür vorgesehenen Healthlab sollen Wundversorgungsprozesse anhand von Szenarien und durch Technik unterstützt erprobt werden. Das laufende Projekt zeigt prototypisch die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit von Expertinnen und Experten aus Klinik, Wissenschaft und Technik.

Literatur

Blair W, Smith B (2012). Nursing documentation: frameworks and barriers. Contemp. Nurse 41 (2), 160-168. Meissner A, Schnepp W. (2014). Staff experiences within the implementation of computer-based nursing records in residential aged care facilities: a systematic review and synthesis of qualitative research. BMC. Med. Inform. Decis. Mak. 14/54. Wandke, H. (2005). Assistance in human–machine interaction: a conceptual framework and a proposal for a taxonomy. Theoretical Issues in Ergonomics Science, 6(2), 129–155.

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Kursnummer: 20190314190001

 

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Anerkennungsnummer 201901450