Jun 18, 2019 Last Updated 9:40 AM, Jun 12, 2019

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Empfehlung zur Implementierung eines elektronisch gestützten, pflegebezogenen Assessments

Beginn:
5. Sep 2019, 15:30
Ende:
5. Sep 2019, 17:00
Kurs-Nr.:
919
Preis:
Kostenfrei
Ort:
Foyer/Halle
Plätze:
30
Trainer:

Beschreibung

Empfehlung zur Implementierung eines elektronisch gestützten, pflegebezogenen Assessments


Hintergrund: Die Anamnese ist der erste Schritt des Pflegeprozesses und stellt den Grundstein der zukünftigen Pflegetätigkeit dar. In vielen Krankenhäusern gibt es allerdings kein stan-dardisiertes oder evidenzbasiertes Verfahren zur Erhebung der Anamnese, was zu einer mangelnden Erfassung der pflegerelevanten Daten führen kann. Ziel: Das Ziel ist daher die Erstellung einer Implementierungsempfehlung für ein standardisiertes und evidenzbasiertes Assessment-Instrument zur Unterstützung der Anamnese. Eine gut geplante Implementierung ist maßgeblich für den Nutzen und den Erfolg des Assessment-Instruments im Regelbetrieb des Krankenhauses. Hierbei soll der Fokus vor allem auf der Implementierung in den Bereichen IT und den Anwendern liegen. Ergebnis: Die personellen, technischen und räumlichen Ausstattungen zur Implementierung sind im betrachteten Krankenhaus gegeben, nicht zuletzt, da bereits im Vorjahr ein neues Krankenhaus-Informations-System (KIS) eingeführt wurde. Die Aufgaben und das Vorgehen des Projektmanagements und der IT zur Implementierung des Assessment-Instruments in das KIS wurden klar definiert und eine Implementierungsstrategie empfohlen. Darüber hinaus wurde ein Schulungskonzept für die Anwender anhand aktueller wissenschaftlicher Studien spezifisch für das betrachtete Krankenhaus formuliert und entworfen. Bei der Einführung eines solchen Assessment-Instruments kann es zu hohen Zeitaufwendungen der zukünftigen Anwender, des Projektmanagements und der IT kommen. Damit sich dieser hohe Zeitaufwand lohnt, muss das Implementierungskonzept so gestaltet werden, dass eine hohe Akzeptanz und Nutzung des Assessment-Instruments daraus resultiert. Diskussion: Der Erfolg und langfristige Nutzen der Implementierung des Assessment-Instrumentes zur Unterstützung der Anamnese hängt maßgeblich von einer guten Planung ab. Allerdings können unvorhergesehene Ereignisse eintreten, die ein Abweichen vom geplanten vorgehen notwendig machen. Eine grundlegende und allumfassende Planung minimiert die Anzahl von unvorhergesehenen Ereignissen und ist daher elementar. Schlussfolgerung: Die Implementierungsempfehlung ist bereit zur Verwendung. Eine gute Implementierungsstrategie steigert nicht nur den Nutzen des Assessment-Instruments, sondern auch die Akzeptanz unter den Anwendern, welche unabdingbar für eine erfolgreiche Anwendung und Weiterführung des Instruments ist.

Literatur

Hunstein, D. (2015): Entwicklung und Testung eines Screening-Instruments zur standar-disierten Einstufung relevanter Pflegeanlässe in der akutstationären Versorgung. Disser-tation. 2015. Bartholomeyczik, S.; Halek, M. (Hrsg.) (2009): Das ergebnisorientierte PflegeAssess-ment AcuteCare (ePA-AC). Möglichkeiten und Grenzen ; überarbeitete, erweiterte und ergänzte Beiträge einer Fachtagung zu diesem Thema am Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke in Zusammenarbeit mit der "Nationalen Pflegeassess-mentgruppe Deutschland". Schlütersche Pflege, 2. [aktualisierte], völlig überarb. Aufl. Hannover 2009. Ammenwerth, E.; Haux, R.; Knaup-Gregori, P.; Winter A. (2015): IT-Projektmanagement im Gesundheitswesen. Lehrbuch und Projektleitfaden ; taktisches Management von Informationssystemen ; mit 84 Tabellen. 2. vollst. überarb. und erw. Aufl. Stuttgart 2015.

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Kursnummer: 20190314190001

 

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