Jul 18, 2019 Last Updated 1:19 PM, Jun 24, 2019

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Qualitätssicherung in der 24h Betreuung

Beginn:
5. Sep 2019, 13:00
Ende:
5. Sep 2019, 14:30
Kurs-Nr.:
915
Preis:
Kostenfrei
Ort:
Foyer/Halle
Plätze:
30
Trainer:

Beschreibung

Qualitätssicherung in der 24h Betreuung


Die 24h-Betreuung stellt auf Grund der Kosteneffizienz und des hohen zeitlichen Betreuungsumfanges einen Eckpfeiler der Versorgung älterer Menschen zu Hause dar und ist mit über 30.000 Nutzer*innen in Österreich eine wichtige Alternative zu familiärer Betreuung und mobiler Pflege. Die zu betreuenden Personen reichen von älteren Personen, welche lediglich Unterstützung bei haushaltsnahen Tätigkeiten benötigen, bis hin zu Personen mit hohem Betreuungsbedarf für eine Rund-um-die-Uhr Betreuung. Belastende Arbeitsbedingungen entstehen vor allem auf Grund von Sprachproblemen, isoliertem Zusammenleben mit chronisch erkrankten Menschen in Kombination mit wenig bis keiner facheinschlägigen Ausbildung und fehlender Qualitätskontrolle. Ziel des multidisziplinären FFG geförderten Forschungsprojektes (2019-2021) ist die Entwicklung und Evaluation einer verteilten Softwarelösung zur Unterstützung und Qualitätssicherung der 24h-Betreuung. Diese beinhaltet in deutscher, slowakischer, ungarischer und rumänischer Sprache ein Informations- und Weiterbildungsportal (eLearning) eine elektronische Betreuungsdokumentation, ein integriertes Notfallmanagement, sowie Links zu Übersetzungsseiten, bzw. Vernetzungsmöglichkeiten. Die Nutzerinnenerhebung wurde mittels qualitativen Interviews, Cultural Probes, sowie mock up studies mit ingesamt 40 24h Betreuerinnen, betreuten Personen, Angehörigen, Vermittlungsagenturen und professionellen Gesundheits- und Krankenpflegepersonen durchgeführt. Die gesamten Ergebnisse der Nutzerinnenerhebung stehen ab Mai 2019 zur Verfügung. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass Personenbetreuerinnen vor allem Informationen zu Erkrankungen ihrer Klientinnen benötigen. Aufgrund bestehender Verunsicherung durch auftretende Notfälle, wird ein hohes Interesse an einem professionellen Notfallmanagement gezeigt. Die Vermittlungsorganisationen und Pflegepersonen begrüßen besonders die elektronische Betreuungsdokumentation zur Nachvollziehbarkeit der Tätigkeiten und gesetzten Maßnahmen. Die befragten Personen konnten die gezeigte Version von Teilen der zu entwickelnden Softwarelösung am Tablet gut anwenden und relevante Infos abrufen. Zur Sicherung einer nachhaltigen Betreuungsqualität ist die Entwicklung von verbindlichen Qualitätskriterien sinnvoll, die begleitend in elektronischer Form für die Zielgruppen angeboten werden kann. Davon profitieren insbesondere die betreuten Personen, aber auch deren Angehörige und Vermittlungsagenturen, die beim Erreichen eines gelungenen Betreuungsarrangements unterstützt werden.

Literatur

Gaver, W.; Boucher, A.; Pennington, S.; Walker, B.: 2004: Cultural probes and the value of uncertainty, in: Interactions 11, 5, S. 53-56. Hopf, Ch.: 2015: Qualitative Interviews – ein Überblick. In: Flick, U.; Kardorff, E.; Steinke, I. (Hg.): Qualitative Forschung. Ein Handbuch. Reinbeck bei Hamburg, Rowohlt, 11. Auflage, S. 349 – 360 Statistik Austria: www.statistik.at (28.01.2019)

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Für diesen Kongress werden im Rahmen der freiwilligen Registrierung 10 Fortbildungspunkte verliehen.
Kursnummer: 20190314190001

 

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Für diesen Kongress werden von der Ärztekammer Schleswig-Holstein 9 Fortbildungspunkte der Kategorie B verliehen.
Anerkennungsnummer 201901450